Am 23. Februar stellte der Journalist Robert Domes sein Buch "Nebel im August: Die Lebensgeschichte des Ernst Lossa" vor.
Kommentar zum Buch von BuchLust Ernst war ein ganz normales Kind, aber stammte von Zigeunern ab. Er war gesund, wurde aber in eine Anstalt eingewiesen. So geriet er in die Mühlen des Nationalsozialismus - das bedeutete letztendlich seinen Tod. Ernst Lossa wurde nur 13 Jahre alt. Robert Domes beschreibt fast alles aus Ernst´ Sicht - hervorragend recherchiert und unverklärt wiedergegeben.
Klappentext Wer misst den Wert von Leben?
„Wenn ich ihn nicht euthanasiert hätte, dann wäre er halt in eine andere Anstalt gekommen.“ Dr. Valentin Faltlhauser, der Ernst Lossas Ermordung angeordnet hat, bei der Gerichtsverhandlung.
Deutschland, 1933: Ernst Lossa stammt aus einer Familie von „Jenischen“, Zigeuner, wie man damals sagte. Er gilt als schwieriges Kind, wird von Heim zu Heim geschoben, bis er schließlich in die psychiatrische Anstalt in Kaufbeuren eingewiesen wird. Hier nimmt sein Leben die letzte, schreckliche Wendung: In der Nacht zum 9. August 1944 bekommt er die Todesspritze verabreicht. Ernst Lossa wird – obgleich geistig völlig gesund – mit dem Stempel „asozialer Psychopath“ als unwertes Leben aus dem Weg geräumt.
Der Journalist Robert Domes erzählt aus der Perspektive des Jungen mit beeindruckender Intensität. Er macht die Denkstrukturen des nationalsozialistischen Regimes sichtbar und berichtet von der damit einhergehenden Ideologie der Euthanasie.
Am 29. Juli stellte Ruth Rehmann exklusiv ihr neues Buch "Ferne Schwester" vor.
Rund 100 Zuhörer und Medienvertreter von Presse, Funk und Fernsehen füllten die Buchhandlung und genossen einen der sehr seltenen Live-Auftritte der Wahl-Trostberger Schriftstellerin.